Datenschutzerklärung zur Verarbeitung personenbezogener Daten im Rahmen des Forschungsprojekts "Testung neuer klinisch-diagnostischer Interviews zur Erfassung psychischer Störungen nach ICD-11 bei deutschsprachigen Erwachsenen"
Für welche Zwecke sollen personenbezogene Daten verarbeitet werden?
Ziel des Forschungsprojekts ist es, die Umsetzbarkeit, Zuverlässigkeit und Güte neuer diagnostischer Interviews (FLII-11, SCII-11) zur Erfassung psychischer Störungen nach den Kriterien des ICD-11 in deutschener Sprache zu testen. Diese Interviews wurden von Mitarbeitenden der Wletgesundheitsorganisation (WHO) entwickelt und nunmehr in verschiedene Sprachen übersetzt. Die im Rahmen der Studie erhobenen Daten dienen ausschließlich wissenschaftlichem Interesse. Im Kontext weltweit hoher Prävalenzen psychischer Störungen besteht ein Interesse, psychische Störungen nach den aktuellsten diagnostischen Kriterien auch in deutscher Sprache zuverlässig erfassen zu können. Die geprüften diagnostischen Instrumente werden zukünftig in einer Vielzahl von Forschungsprojekten und in der Praxis zum Einsatz kommen.
Wer ist für die Datenverarbeitung verantwortlich und wen können sich Betroffene wenden?
Ansprechpartner:in:
Technsiche Universität Dresden
Professur für Behaviorale Epidemiologie
Prof. Dr. Katja Beesdo-Baum
E-Mail: Katja.Beesdo-Baum@tu-dresden.de
Tel. +49(0)351 463 36989
Technische Universität Dresden
Der Datenschutzbeauftragte
Herr Jens Syckor
E-Mail: informationssicherheit@tu-dresden.de
Tel.: +49(0)351 463 32839
Auf welcher Rechtsgrundlage erfolgt die Verarbeitung personenbezogener Daten?
Die Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung zu den oben genannten Zwecken ist Art. 6 Abs. 1 UAbs. lit. a und ggf. Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO (Einwilligung). Die Vorhaben des §12 SächsDSDG für die Verarbeitung personenbezogener Daten zu Forschungszwecken werden beachtet.
Welche personenbezogenen Daten werden verarbeitet?
Es werden folgende personenbezogenen Daten verarneitet:
- Persönliche Kontakdaten (Name. E-Mail-Adresse, Telefonnummer) - zur Terminvereinbarung
- Studiendaten:
- Alter/Geburtsdatum, Geschlecht, Staatsangehörigkeit, deutsches Sprachniveau und weitere soziodemographische Daten
- Angaben zu Auftreten von Belastungen/Beinträchtigungen durch Symprome psychischer Störungen
- Rückmeldung der Teilnehmenden zum diagnostischen Interview
- Video- und Tonaufzeichnung der diagnostischen Interviews tum zwecke der Zweitkodierung und Interviewsupervision (eine Transkribierung erfolgt nicht)
Wie werden personenbezogende Daten verarbeitet und wie lange werden sie gespeichert?
Die Datenerhebung erfolgt personenbezogen, as bedeutet, dass aufgrund der erhobenen Daten theoretisch Rückschöüsse auf einzelnen personen gezogen werden können. Wir sichern jedoch zu, dass alle persönlichen Angaben und Daten streng vertraulich (passwortgeschützt und gesichert bzw. verschlossen) behandelt werden und die Daten unverzüglich anonymisiert werden, sobald es der Forschungszweck erlaubt.
Für die Verwendung der personenbezogenen Daten ist eine Pseudonymisierung vorgesehen in Form einer numerischen Probanden-ID, welche keine Zuordnung zu personenbezogenen Daten zulässt, um damit die Bestimmung der Identität der Person zu verhindern. Eine personenspezifische Zuordnung der erhobenen Forschnugsdaten zu den personenbezogenen Angaben ist ausschließlich durch eine Zuiordnungsliste möglich, welche in digitaler Formgesichert wird und nur der Studienleitung und befugtem Studienpersonal an der TU Dresden, Professur für Behaviorale Epidemiologie, zugänglich ist. Nach der letzten Erhebung werden die Zuordnungsliste und die persönlichen Kontaktdaten inwiederbringlich gelöscht; die Video- und Tonaufzeichnungen werden nach Abschluss der Zweitkodierung (ca. 1 Jahr nach dem letzten Interview) unwiederbringlich gelöscht. Bis dahin werden die Ton-/Videoaufzeichnungen auf einem passwortgeschützten und verschlüsselten Speichermedium im Tresor der Professur für Behaviorale Epidemiologie (TU Dresden, Chemnitzer Str. 46) gesichert aufbewahrt.
Eine etwaige Weitergabe der erhobenen Daten anDritte, die Auswertung sowei die Veröffentlichung der Daten und Forschungsergebnisse in wissenschaftlich üblicher Form erfolgt ausschließlich in gänzlich anonymisierter Form (das heißt, dass ein Personenbezug allein anhand dieser Daten nicht hergestellt werden kann). Die anonymen Forschungsdaten werden für mindestens 10 Jahre nach Abschluss des Forschungsprojekts gespeichert.
Bis zur vollständigen Anonymisierung werden die persönlichen Kontakdaten getrennt von den übrigen Forschungsdaten auf den Servern der TU Dresden gespeichert. Die zu Studienzwecken erhobenen Datenwerden getrennt mittels eines Pseudonymisierungs-Codes auf den Servern der TU Dresden bzw. in deren Räumlichkeiten gesichert. Ein Teil der Datenerhebung erfolgt mittels der TU-externen, DSGVO-konformen Umfrage-Plattform Qualtrics (https://qualtrics.com/de/, betrieben von Qualtrics Ireland Limited), über die Ihre Antworten zum FLII-11 Interview durch den/die Interviewer:in eingegeben werden. Die Dateneingabe und -speicherung erfolgt dabei pseudonymisiert, d.h. ohne Personenbezug; hierbei wird ausschließlich die numerische Probanden-ID verwendet. Ausschließlich Studienpersonal hat Zugang zu den Daten.
Welche Rechte haben Betroffene grundsätzlich?
Freiwilligkeit und Widerruf (Art. 7 Ans. 3 DSGVO)
Die Angabe personenbezogener Daten ist freiwillig. Die Einwilligung kann verweigert, beziehungsweise jederzeit formlos und ohne Angabe von Gründen bei der/dem Verantwortlichen widerrufen werden. Ihre personenbezogenen Daten werden daraufhin nicht mehr verarbeitet und unverzüglich gelöscht, es sei denn dass die Verwirklichung des Forschungsziels hierdurch voraussichtlich unmöglich oder ernsthaft beeinträchtigt wäre und es eine anderweitige Rechtsgrundlage als die Einwilligung für die Verarbeitung gibt (insb. §12 Abs. 1 SächsDSDG).
Ein Widerruf der Einwilligung ist nur bis zum Zeitpunkt der Anonymisierung möglich. Danach ist die Löschung der Daten nicht mehr möglich, da diese aufgrund der vollständig anonymen Erhebung nachträglich nicht einzelnen Personen zuordenbar sind.
Auskunftsrecht (art. 15 DSGVO)
Sie haben das Recht, jederzeit Auskunft über die zu Ihrer Person verarbeiteten Daten sowie die möglichen Empfänger:innen dieser Daten zu verlangen. Ihnen steht eine Antwort innerhalb einer Frist von einem Monat nach Eingang des Auskunftsersuchens zu.
Recht auf Berichtigung, Löschung und Einschränkung (Art. 16-18 DSGVO)
Sie können jederzeit gegenüber der TU Dresden die Berichtigung oder Löschung Ihrer personenbezogenen Daten oder die Einschränkung der Verarbeitung verlangen.
Recht auf Datenübertragbarkeit (Art. 20 DSGVO)
Sie können verlangen, dass der/die Verantwortliche Ihnen Ihre personenbezogenen Daten in maschinenlesbarer Form übermittelt. Alternativ können Sie die direkte Übermittlung der von Ihnen bereitgestellten personenbezogenen Daten an eine:n Verantwortliche:n verlangen, soweit dies möglich ist.
Beschwerderecht (Art. 77 DSGVO)
Sie können sich jederzeit an den Datenschutzbeauftragten der TU Dresden (siehe oben) sowie bei einer Beschwerde nach Art. 77 DSGVO n eine Aufsichtsbehörde zum Datenschutz wenden.
Zuständige Aufsichtsbehörde für die Technische Universität Dresden:
Sächsische Datenschutz- und Transparenzbeauftragte
Frau Dr. Juliane Hundert
Maternistraße 17
01067 Dresden
Tel. -49(0)351 85471 101
E-Mail: post@sdtb.sachsen.de
www.datenschutz.sachsen.de
Hinweis: Zur Inanspruchnahme der Rechte genügt eine Mitteilung in Textform (Brief, E-Mail) an TU Dresden, Professur für Behaviorale Epidemiologie, Prof. Dr. Katja Beesdo-Baum, Chemnitzer Str. 46, 01187 Dresden, E-Mail: Ktaja.Beesdo-Baum@tu.dresden.de. Die Inanspruchnahme der Rechte entfaltet jedoch nur ihre Wirkung, wenn durch die verarbeiteten Daten eine Identifizierung Ihrer Person möglich ist.
Eine PDF-Version der Datenschutzerkläung können Sie hier herunterladen.